Bespannungshärte und Bespannungszustand.

Die Bespannung eines Badmintonschlägers besteht aus dem Zusammenspiel von Saiten und Bespannungshärte. Wie die Saitenwahl hat auch die initiale Bespannungshärte einen starken Einfluss auf den Charakter und die Spielbarkeit deines Schlägers.

Mit Bespannungshärte bezeichnet man die Kraft bzw. den Zug, mit dem die Saite von der Maschine in den Schlägerrahmen gespannt wird, um die gewünschte Spielbarkeit des Saitenbetts zu erreichen. Die meisten modernen Schläger werden mit 9–12,5 kg (20–27 lbs) bespannt. Je höher die Spannung, desto mehr Kontrolle und weniger Trampolin-Effekt wird erzeugt. Eine niedrigere Spannung sorgt für mehr Power, aber auch weniger Kontrolle.

Basierend auf der gewählten Saite oder Saitenkombination muss jeder Spieler für sich herausfinden, welche Spannung ihm persönlich das optimale Schlaggefühl vermittelt.

Eine Saite unterliegt einer natürlichen Alterung, unabhängig davon, ob sie gespielt wird oder nicht. Sobald eine Saite aufgezogen ist, verliert sie an Spannung. Oft sind mehr als 10 % innerhalb der ersten 24 Stunden – ohne dass der Schläger gespielt wird. Danach verlangsamt sich dieser Prozess zwar deutlich, aber die Spannung aller Badminton-Saiten lässt kontinuierlich weiter nach, selbst wenn der Schläger überhaupt nicht gespielt wird. Das gilt insbesondere, wenn ein Schläger größeren Temperaturschwankungen oder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Mit der Spannung lässt auch die Elastizität nach.

Mit abnehmender Spannung nimmt auch die Elastizität ab – und damit Power, Kontrolle und Dämpfung der Bespannung. Die meisten Besaiter empfiehlen daher, einen Schläger spätestens dann neu zu besaiten, wenn der Spannungsabfall ca. 25% erreicht.

Mit der stringster-App behältst du den Zustand deiner Bespannung kontinuierlich im Auge. Das präziseste Ergebnis erhältst du übrigens, wenn du die erste Messung gleich nach dem Besaiten machst – also bevor du den Schläger zum ersten Mal spielst.

kontrolliere regelmässig
härte und elastizität
deiner badminton-Saite!

Jetzt gratis downloaden: die stringster-App misst den Zustand Deiner Badminton-Bespannung anhand ihres Klangs!

Wann ist eine Besaitung mit Pre-stretch sinnvoll?

Pre-stretching entstand in einer Zeit, als noch mit Naturdarmsaiten gespielt wurde. Durch das kurzzeitige Vordehnen mit erhöhter Zugkraft konnten sich die Naturfasern der Saite fester ineinander setzen, und die gewünschte Spannung blieb länger erhalten.

Bei modernen Kunstsaiten ist der Effekt von Pre-stretch allerdings sehr umstritten. Unsere Messungen konnten bisher nicht bestätigen, dass die bestellte Bespannungshärte durch Pre-stretch länger erhalten bleibt.

Es bleibt dagegen der Nachteil, dass die Elastizität („Frische“) von Kunstsaiten durch Pre-stretching von vorn herein reduziert wird.

Tipp: Falls Du normalerweise mit 10% Pre-stretch bespannen lässt, teste doch alternativ mal eine Bespannung ohne Pre-stretch – aber mit 5% höherer Spannung als sonst.

Finetuning durch Bespannungshärte.

Nachdem du eine geeignete Saite oder Saitenkombination für dich und deinen Schläger gefunden hast, könntest du beim nächsten Besaiten noch ein wenig mit der Bespannungshärte experimentieren.

Du suchst noch ein bisschen mehr Kontrolle bei deinen Schlägen? Dann lasse beim nächsten Mal 0,5-1,0 kg (1,0–2,5 lbs) härter bespannen.

Du hättest gern noch ein bisschen mehr Power und Spielkomfort? Dann lasse bei nächsten Mal 0,5-1,0 kg (1,0–2,5 lbs) weicher bespannen. Das verbessert den Trampolin-Effekt und vergrößert den Sweetspot.